H H H - das ist gar nicht lustig...

Musikunterricht mit B statt H - Logik schadet nicht.

H H H – das ist gar nicht lustig...

 

Das Notenlesen ist immer wieder ein großes Thema im Musikunterricht.

Ein Grund, warum nicht jedes Kind und jeder Anfänger ganz simpel eine

Tonleiter bilden kann, ist der in Deutschland gebräuchliche Stammton H

– und die grundsätzliche Herangehensweise über die C-Dur Tonleiter.

 

Schauen wir uns doch zunächst einmal an, wie die Basis der Musik bei uns aussieht.

Vom Kindergarten an wird C-Dur als das Zentrum des Musikunterrichts angesehen.

Die Kinder lernen also eine für sie relativ sinnfreie Abfolge von Buchstaben, welche

dann eine Tonleiter ergibt:

 

C D E F G A H 

 

Was tun?

Vielleicht einfach mal umdenken...

Die meisten Instrumente werden nach dem sogenannten Kammerton A gestimmt.

Dieser liegt für gewöhnlich bei 440Hz.

Zufall? Wir werden sehen.

Ziehen wir nochmal die obenstehende C-Dur Tonleiter heran – nur mit dem kleinen Unterschied, dass

wir jetzt mit dem Kammerton A beginnen.

Es entsteht also folgende Reihe:

 

A H C D E F G 

 

Dem ein oder anderen mag jetzt schon eine Parallele zum Alphabet aufgefallen sein.

Nur der Ton H ist eben noch deplatziert.

 

Es gibt verschiedene Theorien, wie sich dieser Fehler eingeschlichen hat.

Für uns ist die Geschichte eines Schreib- bzw. Druckfehlers die wahrscheinlichste.

Um das Ganze zu veranschaulichen, verwenden wir kurz mal Kleinbuchstaben:

Der Unterschied zwischen b und h ist lediglich, dass das h unten offen ist.

Und jetzt wird der Spaß plötzlich verständlich.

Beim Notendruck wurde das b durch diesen kleinen, fehlenden Strich plötzlich zum h...

Und schon haben wir eine unlogische Abfolge von Buchstaben, die es Anfängern deutlich erschwert,

Tonleitern zu verstehen und bilden zu können.

 

Wir kehren also wieder zurück zu unserer Tonleiter von oben:

 

A B C D E F G 

(das hier ist übrigens die A-Moll Tonleiter - den Zusammenhang Dur/Moll werden wir demnächst auch

noch hier besprechen)

 

Tataaaaa!!!

Die ersten sieben Buchstaben des Alphabets sind auch die sieben Stammtöne, von welchen aus

sich alle Tonleitern bilden lassen.

 

Wie ihr jede Tonleiter – egal von welchem Ton aus bildet, steht im nächsten Blogartikel.

Keep grooving und stay tuned.

 

Michael Striegl

MusicFactory Regensburg

 

Hier spielt ihr Musik.

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Kommentare: 2
  • #1

    joerg_ulbrich@gmx.net (Donnerstag, 31 Oktober 2019 19:23)

    Ein super guter „Aufsatz“ !!!
    Vollkommen logisch und wirklich nicht zu spät!!!
    Ich bin 61 und wurde mit dem H tatsächlich auch überfordert.
    Vielen Dank!
    Herzliche Grüsse
    Jörg

  • #2

    Markus Muck Kotz (Donnerstag, 25 Februar 2021 17:26)

    Vor der ersten Jahrtausendwende wurde die Pythagoreische Stimmung verwendet und Guido von Arezzo hat wahrscheinlich den ersten Zwischenton zur reihe A B c d e f g a(Oktaveton) h gesetzt das Fis (kann man gut für D-Dur brauchen). bis ins 15. Jahrhundert ist die B taste bei Orgeln eine Untertaste gewesen. Damals waren Halbtontasten Cis Dis Fis und Gis auf der Klaviatur. Wenn man normale Lieder Spielt genügt die Obere Ton Reihe für dur und Moll sowie Domia un Domina sept. Es wird oft verkehrt Gelehrt! Griechische Tonarten gehen einfach Du spielst einfach obige reihe und veränderts den Grunton dorisch ist einfach Grunton D und Obige tonreihe. vür bessere Erklärungen kannst Du mich einfach anrufen. Grüße Muck

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