Soundcheck

Soundcheck

 

Ob der Sound auf und vor der Bühne gut oder schlecht ist, kann eure Gigs ja mal so richtig beeinflussen.

Wir wollen uns also mal Gedanken über die richtige Vorbereitung machen und die No-Gos besprechen.

Welche der Punkte euch eher ansprechen, ist sicher ganz individuell. Deswegen ist es zu empfehlen, dass jeder Musiker und jedes Bandmitglied diesen Artikel für sich liest.

Tatsache ist, dass unsere Tipps den Soundcheck eurer Band entspannter, effektiver und professioneller machen.

 

Das wichtigste Zuerst: Ihr möchtet als Band mit dem Tontechniker zusammen arbeiten und das bestmögliche Ergebnis für eure Fans, euer Image und den Veranstalter abliefern. Klare Regel also: Helft einander, behandelt euch mit Respekt und unterstützt euch gegenseitig.

Falsche Kommunikation, Zeitdruck, allgemeine Unruhe und unprofessionelles Verhalten können den Abend schon vor dem Konzert zerstören.

Also lernt euch kurz kennen und stellt euch mit Namen vor, das sollte normal sein.

 

Timing. Für gewöhnlich wird versucht den Soundcheck so kurz wie möglich ausfallen zu lassen. Ihr solltet versuchen einen 20 Minuten-Check zu erreichen. Bei diesem sehr knappen Plan bleibt natürlich nicht viel Zeit für Unstimmigkeiten. Legt euch die Reihenfolge in der die Instrumente gecheckt werden sollen und die zu spielenden Songs zurecht. Ihr solltet während des gesamten Soundchecks bereit sein den Anweisungen des Engineers nachzukommen. Also lasst einfach die Gitarre ein paar Minuten umgeschnallt, bleibt am Drumset sitzen, seid in der Nähe des Mikros...

 

Ausprobieren. Spielt unter keinen Umständen, während gerade ein anderer gecheckt wird. Mit Disziplin und gegenseitigem Respekt klappt der gesamte Abend in diversen Belangen automatisch besser.

 

Finger weg! Der Soundcheck ist vorbei und es wird nochmal am Amp, an den Keyboards oder Pedal gedreht. Dass der Sound damit ruiniert ist, sollte eigentlich niemanden überraschen – man sieht und hört es aber trotzdem viel zu oft. Ein absolutes No-Go.

 

Kabel. Euer Equipment sollte natürlich fehlerfrei funktionieren. Die hier zugegeben etwas plakativ gewählte Überschrift „Kabel“ ist letztlich das häufigste Problem. Aber auch wacklige Klinkenbuchsen, zickende Amps, Stromverteiler, Kopfhörer etc. können einen Soundcheck massiv stören. Überprüft euer Werkzeug vorher nochmal.

 

Stress. Auch wenn der Soundcheck länger dauert als erhofft oder etwas unvorhergesehenes zu Verzögerungen führt. Bleibt ruhig – euer Publikum wird es euch danken. Die Stimmung einer Band kann durch Stress, Unruhe oder eine unbedachte Aussage schnell kippen. Versucht auch in unangenehmen Momenten an einem (positiven) Strang zu ziehen.

 

Vorbereitung. Ihr solltet Songs (bzw. einzelne Teile daraus) wählen, die dem Engineer einen guten Überblick eures Sounds verschaffen. Am besten eignen sich hier ein sehr lauter und ein sehr leiser Song.

Ihr wollt (vor allem, wenn der Techniker euch nicht kennt) eure Musik so kompakt wie möglich und in allen Facetten zeigen.

Auch Effekte sollten während des Konzerts keine Überraschungen mit sich bringen – gleicht die Lautstärke verschiedener Sounds unbedingt vorher an.

Weist den Techniker auf Extras hin – schreibt hierzu ein paar Worte in euren Tec-Rider.

 

Intensität. Auch wenn es schwer ist, solltet ihr versuchen beim Soundcheck mit der gleichen Power zu performen, wie während des Konzerts. Das könnt ihr natürlich auch vorab im Proberaum trainieren.

 

Erst mal einzeln. Der klassische Soundcheck startet meist mit dem Schlagzeug, der Gesang wird oft erst nach den Instrumenten bearbeitet. Allerdings gibt es auch Anhänger einer alternativen Reihenfolge: Zuerst kommt der Gesang (als wichtigstes Element). Danach kann man sich dynamisch durcharbeiten (von den leiseren Instrumenten zu den lauten). Das Ergebnis ist letztlich genügend Headroom, differenzierter Sound und größtmögliche Dynamik.

Das Einpegeln könnte also z.B. so aussehen:

1. Gesang, 2. Geige, 3. Saxophon, 4. Gitarre, 5. Keyboards, 6. Bass, 7. Drums.

Natürlich sollte auch beim Instrumentencheck jeder einen guten Abriss seiner Sounds (natürlich sollt ihr hier nicht alle Sounds präsentieren) und Dynamik vorbereiten.

 

Alle. Ihr solltet auch für den Fall, dass der Engineer ein bestimmtes Instrument im Zusammenspiel mit der Band hören möchte, gerüstet sein.

Reagiert hier ohne großes Beratschlagen oder ausufernder Suche nach dem richtigen Sound.

Legt euch etwas in dieser Richtung zurecht:

  • Drums: Chorus, Bridge Song X

  • Keyboards: Chorus, Solo Song Y

  • Gitarre: Chorus, Solo Song Z

  • Gesang: Vers, Chorus Song Y

Es kann natürlich auch immer der gleiche Song sein.

Aber wenn eben nochmal an den Drums gebastelt werden soll, ist ein dafür geeigneter Teil aus einem Song durchaus hilfreich. Selbiges natürlich bei Gitarre, Vocals...

 

Kommunikation. Auf der Bühne werden Fachbegriffe verwendet. Solltet ihr nicht wissen, was Klinke, XLR, Gaffa, Overheads... bedeuten, ist etwas einlesen in die Materie oder ein Gespräch mit erfahrenen Musikern sicher nicht die schlechteste Idee.

Außerdem solltet ihr fähig sein, eure Soundvorstellung in Worte zu fassen. Aussagen wie „dünn“, „scharf“ oder „wie durch ein Telefon“ helfen dem Techniker schon. Je konkreter eure Idee ist, desto leichter fällt euch auch die Erklärung.

Nicht vergessen: Gestiken und Blickkontakt nehmen eine zentrale Funktion bei der Kommunikation auf der Bühne ein.

 

Setlist. Bringt eine Setlist mit kurzen Anmerkungen zu den Songs mit zum Gig. Titel, Tempo, Stil, Solisten und Besonderheiten. Der Engineer kann sich so einen schnellen Überblick verschaffen. Achtet natürlich darauf keine Romane zu verfassen.

 

Und nun noch ein kurzer Ausflug in den Proberaum.

Lange bevor ihr die Tipps aus diesem Artikel umsetzen könnt unbedingt beachten!

 

Euer Sound. Wenn ihr ein bestimmtes Genre abbilden wollt, ist euer Sound für den Tontechniker relativ einfach zu generieren. Solltet ihr aber euren eigenen Stil abbilden wollen, müsst ihr schon lange im voraus daran arbeiten. Eure Soundvorstellung und die Arbeit daran sollte im Proberaum beim erarbeiten eure Show passieren. Natürlich müssen die Instrumente aufeinander abgestimmt sein. Es bringt euch leider nichts, wenn jeder einzeln super klingt. Ihr müsst als Band, als Kollektiv funktionieren. Wenn ihr euren Sound gefunden habt und wisst, wie ihr ihn generiert - dann ab zum Soundcheck.

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